Folge 2 – Marco: Die Angst hinter dem „Ich kann das nicht“

Shownotes

Manche Sätze begleiten uns ein Leben lang.

Nicht weil sie wahr sind.

Sondern weil wir irgendwann angefangen haben, sie zu glauben.

„Ich kann das nicht.“

„Ich bin nicht gut genug.“

„Die anderen schaffen das, aber ich nicht.“

In dieser Folge nimmt Marco am langen Tisch des Lebens Platz.

Gemeinsam gehen wir Stuhl für Stuhl, Gang für Gang durch sein Lebensmenü.

Wir sprechen über den Tisch seiner Kindheit.

Über die Stimmen, die uns prägen.

Über die Suche nach Zugehörigkeit.

Über die Geschichten, die wir über uns selbst erzählen.

Und über die Frage, was passiert, wenn wir beginnen, diesen Geschichten nicht mehr alles zu glauben.

Es geht um Angst und Mut.

Um Scheitern und Wachstum.

Um die Menschen, die uns getragen haben.

Und um die Wahrheit, die manchmal erst viele Jahre später ans Licht kommt.

Eine ehrliche Reise durch die Höhen, Tiefen und Wendepunkte eines Lebens.

Nimm Platz.

Der Tisch ist gedeckt.

Willkommen beim Pilgerkoch.

Transkript anzeigen

00:00:00: Nachdem wir jetzt gestartet haben mit der ersten Folge, die so ein bisschen als Übung war und ich danach mir nochmal Gedanken gemacht habe was man noch verbessern kann.

00:00:11: Was irgendwie vielleicht Sinn macht dass es flüssiger wird geht's heute los mit dem ersten echten zehn Gänge Lebensmenü.

00:00:20: Nimm Platz schön das du da bist.

00:00:22: vor uns steht ein langer Tisch sowie ein Leben.

00:00:28: ganz vorne steht ein kleiner Stuhl Der Stuhl der Kindheit, daneben liegt die Vorspeise weiter.

00:00:34: Folgen dann die Jahre des Suchens, die Jahre der Entscheidungen... ...die Jahre der Freude, der Wunden und des Wachsens Die Menschen die gekommen sind, die Menschen die gegangen sind und ganz am Ende wartet das Dessert.

00:00:47: Der Moment in dem wir zurückschauen.

00:00:49: Heute gehen wir diesen Tisch gemeinsam entlang stuhl für stuhlt heller für teller Geschichte für Geschichte Denn ich glaube dass jeder Mensch eine Geschichte in sich trägt die uns die Augen öffnet.

00:01:01: Und manchmal erzählt ein Leben mehr über einen Menschen als jeder Lebenslauf.

00:01:05: Willkommen beim Pilgerkoch, schön dass du da bist!

00:01:08: So hallo Marco.

00:01:11: Hallo

00:01:12: Wir sind da jetzt sozusagen ganz offen.

00:01:15: wir haben ja gestern schon mal ein Podcast aufgenommen und nach dem also Du hast gesagt veröffentlichen so passt für dich Und für mich war es so ein bisschen... Erstens kam es mir vor wie ein Interview, weil ich einfach mich sozusagen an diesen Fragen lang gehangelt habe die ganze Zeit und irgendwie dann aufs Handy wieder eine Frage.

00:01:34: Wieder auf das Handy wieder ne Frage!

00:01:37: Ich fand's einfach nicht so flüssig und eigentlich geht´s ja wirklich darum dass es wie so'n Ess-Tisch ist ganz egal wo er steht und wir nicht in eine Interview-Situation kommen sondern eigentlich in eine Gesprächssituation.

00:01:49: Und deswegen fände ich es mega cool, wenn wir das heute nochmal testen.

00:01:53: Wir wissen dann nicht... Es kann schon auch sein dass wir den ersten veröffentlichen als zweiten Teil oder der erste bleibt, wenn sich heute einfach komisch anfühlt weil wir gestern schon mal geredet haben.

00:02:05: Das kann ich jetzt noch nicht greifen.

00:02:07: Aber warum ich dich überhaupt eingeladen habe?

00:02:09: Vielleicht beginnen wir einmal damit!

00:02:11: Es ist ja so, dass du in der Firma mitarbeitest und ich dich schon als einen sehr besonderen Menschen kennengelernt hab der in meinen Augen so höchstbereit ist wie fast kein oder wenige Menschen auf dieser Welt und du sehr schnell Dinge verstehst.

00:02:28: Und gleichzeitig, das ist ja schon wert den ich auch bei der Firma habe, dass es für mich überhaupt keine Rolle spielt ob jemand was gelernt hat nichts gelernt hat was er sonst zu seinem Leben davor gemacht hat sondern dass jeder willkommen sein darf der Lust hat irgendwie mitzugestalten.

00:02:47: Und ich würde dich jetzt mal einladen, nicht so'n bisschen kurz vorzustellen.

00:02:50: Wer bist du?

00:02:52: Gar nicht!

00:02:52: Was machst du also?

00:02:53: Klar jetzt arbeitest in der Firma aber darum geht's mir nicht sondern einfach wie würdest Du Dich beschreiben als Mensch?

00:02:59: Also ich bin ja erstmal am Akku Ja... Ich bin nett Freundlich Hilfsbereit.

00:03:12: Es ist schwer sich selbst zu beschreiben.

00:03:17: Zuverlässig Bisschen arrangiert sag ich jetzt mal Ja.

00:03:27: Okay, super!

00:03:29: Du hast ja gestern schon so ein bisschen mitbekommen.

00:03:32: was passiert?

00:03:33: Das heißt wir gehen einfach so ein bißchenes Leben durch.

00:03:36: dann kannst du natürlich immer sagen ich setze mich direkt in den Stuhl weiter weil das ist mir jetzt zu wild oder ich möchte da gerade nicht drüber reden.

00:03:44: Du hast auch immer eine Auszeit.

00:03:45: wenn du grad nicht mehr kannst dann isst du einfach eine Kirsche und nimmst dir diese Pause.

00:03:49: ich werde dann sagen er ist jetzt grade ne Kirche genau und dann starten wir mit dem Gewürzschrank.

00:03:55: Bevor wir richtig anfangen, will ich dich fragen welches Gewürz du wärst und warum?

00:04:03: Also wenn wäre ich das halt das Paprikagewürz.

00:04:07: Weil ob edelsüß oder rosenschaf sei ja mal egal weil man halt mit dem gewürzt auch wenn man es halt jetzt das Produkt selber nicht ans Essen tut merkt man doch da doch dass ist dann da drin ist.

00:04:23: Ja, ich kann mich an den Pommes Gewürze erinnern.

00:04:25: Da warst du ganz felsenfest davon überzeugt das es ein Pommes gewürzt sein muss weil der Geschmack so viel besser wird.

00:04:31: weißt du's noch?

00:04:31: Ja da hast Du sehr gekämpft was ich sehr gut fand.

00:04:36: Genau dann beginnen wir mit der Vorspeise.

00:04:38: die Vorspeis ist der Stuhl und der Tisch deiner Kindheit.

00:04:42: Du kannst den Tisch und den Stuhle hinstellen wo du willst.

00:04:45: Er kann im Wald stehen, er kann im Fußballplatz stehen, auch immer stehen Und erzähl doch einfach mal wer saß dort, wer vielleicht auch fehlte.

00:04:54: Wonach hat er ins Hause gerochen und wie hast du dich als Kind gefühlt?

00:04:59: Also an dem Tisch würde dann von meiner Kindheit natürlich meine Schwester sitzen, mein älterer Bruder, mein etwas älderer Bruda... Meine Mutter.

00:05:09: und ja das war's!

00:05:12: Ja und Duften tut es halt nach Mai Glöckchen weil Die Mama damals immer die Wohnung mit so Maikröpfchen, Reinigungsmittel geputzt hat.

00:05:23: Und das fand ich halt sehr schön und es benutze ich halt heute noch weil es mich dann halt daran ändert.

00:05:30: Sehr cool!

00:05:32: Was für ein Gemüse wärst du denn?

00:05:34: Als Gemüser wäre ich...

00:05:37: Oder einen Obst?

00:05:38: Finde ich geil.

00:05:40: Obst ja da wäre ich die Wild-Erdbär.

00:05:43: Warum die wilde Erdbeer?

00:05:45: Weil wir die damals als Kinder hatten.

00:05:47: wir In unserem Dorf am Capelschen, dahinter war ein Weinberg und da waren halt eine ganze Reihe zig Meter lang wo halt nur Wild-Erdbeeren am Boden gewachsen sind.

00:05:59: Und die habe ich dann mit meinen Brüdern, haben wir sie aufgesammelt und haben daraus Marmelade gemacht und zwar bis heute noch die beste Marmelada, die ich jemals gegessen hab.

00:06:08: Bist du der Meinung dass das vielleicht auch an den Gefühlen liegt, die man damit verbindet?

00:06:14: Oder warum glaubst du, dass es die beste?

00:06:17: Das hat viel mit Gefühlen zu tun, weil wir haben sie zusammengesammelt.

00:06:21: Wir haben die zusammengemacht und dann halt gegessen.

00:06:24: Ich denke mal das Zusammensein war das schönste generell daran.

00:06:27: Sehr cool!

00:06:29: Ich liebe ja Suppe.

00:06:32: ich mag es nicht so sehr Sie zu machen aber immer wenn sie gemacht werden bin ich ganz glücklich Suppe zu essen.

00:06:39: Und da stellt sich für mich die Frage nach der Vorspeise.

00:06:42: Wenn die Suppe jetzt auf dem Tisch stehen würde Wo hast du dich als Kind denn wirklich sicher gefühlt?

00:06:49: Was war der sichere Hafen, was hat die Kraft gegeben?

00:06:52: oder besser gesagt wo warst Du frei und konntest Kind sein.

00:06:58: Das konnte ich halt an der Konsole.

00:07:00: Da konnte ich abschalten in meine Welt rein.

00:07:06: der Action-Welt oder Jumpin' One Welt.

00:07:09: Also da konnte ich dann, sorry jetzt mal ich sein und es war halt schön, da auch Erfolge zu bekommen und halt wertgeschätzt werden für das was man da getan hat.

00:07:16: Was bei mir damals in der Kindheit nicht so der Fall war weil wir wurden halt viel als nix nutz und kann nichts betitelt.

00:07:25: Okay möchtest du da tiefer rein?

00:07:27: Oder willst Du weiter rutschen?

00:07:31: Rutschen wir mal weiter!

00:07:32: Okay wir

00:07:33: rutsch mal weiter weil später ist glaube ich trotzdem dann total spannend, weil du sagst ja die Gaming-Konsole war mein Sicherhafen.

00:07:40: Da würde ich jetzt zum Beispiel bei mir wenn ich das zu höre würde ich denken wie kann es sein?

00:07:46: Eine Kindheit ist doch draußen rum werkeln im Sandkasten spielen und auf Bäume klettern.

00:07:53: Und für mich stellt sich da natürlich die allererste Frage Wie kann's sein dass die Konsole der sicherere Ort ist?

00:07:58: aber wir rutschen weiter und Wenn wir weiterrutschen landen wir beim Zwischengang.

00:08:04: Wovon hast du denn als junger Mensch gesucht?

00:08:06: Vielleicht ist das ja dann auch die Antwort auf die Frage, die ich dir gerade gestellt habe.

00:08:12: Was hat dir gefehlt?

00:08:13: Wann hast du leeregespürt?

00:08:16: Wanne hast du vielleicht einfach nur gedacht hey!

00:08:18: Ich will auf dieser Welt nicht sein weil es nervt mich alles.

00:08:22: die Erwachsenen sind blöd und eigentlich kann ich nix.

00:08:26: so hast du es ja gerade beschrieben.

00:08:29: Das war dann in der Pubertärenzeit, also ich meine, das spielen ja grundsätzlich bei jedem Menschen die Gefühle verrückt.

00:08:34: An einem Morgen sag' ich jetzt mal, willst du die Welt umarmen und küssen?

00:08:38: Und es muss keine zwei Stunden später sein, da siehst du halt nur noch alles schlecht.

00:08:43: Also sagen wir mal, die Pubertät ist eine sehr gefühlsvolle Phase für jeden Menschen auch für jeden Beteiligten, der das mitmacht.

00:08:54: Da habe ich mich halt sehr hilflos gefühlt war dann froh auch mal eine Person gehabt zu haben, mit der ich reden konnte und dazu gab es auch einen Personen.

00:09:06: Und da bringe ich dann in Zwischengang in Verbindung mit Speckbohnen weil ich von dieser Frau sehr oft Speckbonen bekommen habe und das war einfach ... Das war sehr lecker.

00:09:16: ist das Beste so aus dieser Zeit.

00:09:19: Wenn du sagst propertät ist ja auch immer die Schule ein Thema oder?

00:09:22: Hattest du's einfach in der Schule?

00:09:24: Nein überhaupt nicht!

00:09:25: Ich war aber auch kein einfacher Schüler, sagen wir mal so.

00:09:30: Es war schwierig mit mir den Unterricht zu gestalten.

00:09:32: also es war einfacher zu sagen geh vor die Tür als den Unterlicht irgendwie durchzuziehen.

00:09:37: Also das gebe ich ja auch zu.

00:09:40: Ja, also Schule war echt ein schwieriges Thema bei mir.

00:09:45: Das heißt sitzen bleiben was schwer?

00:09:47: Lehrer Konfrontationen...

00:09:49: Mit Lehrern hatte ich viele... Es gab ein paar Lehrer, mit denen ich Konfrontation hatte.

00:09:55: Aber es gab auch andere Lehrer, bei denen habe ich mich super gut verstanden.

00:09:59: Da haben wir Witze gemacht und es kam immer darauf an wie der... Wie ich zum Lehrer war und wie der Lehrer zu mir war.

00:10:06: Das war dann halt so eine Kennenlernphase.

00:10:09: Manchen hat's gut geklappt, mit manchen gar nicht Und halt mit wiederum anderen, die haben mich ganz schlechter Menschen kennengelernt wollten mir eigentlich auch keine Chance mehr geben, wo ich dann noch mal auf eine Schule zurückgehen musste.

00:10:20: Die wollte mich gar nicht im Unterricht haben, bis ich sie davon überzeugte, dass ich halt anders sein kann und sie es dann halt auch gemerkt habe.

00:10:26: Und die hat gesagt wow du hast dich ja echt verändert!

00:10:31: Wenn ich höre... Du warst als propagierendes Kind anstrengend?

00:10:37: Ich meine Kinder sind ja irgendwie immer noch Kinder und meistens sind das ja sozusagen die Sachen, die im Außen passieren wenn Kinder komisch werden.

00:10:43: bei Lehrern Wenn du sagst, mit den einen warst gut.

00:10:47: Mit den anderen was nicht so gut?

00:10:48: Mit wem war es den Gut und warum war's mit dem Gut?

00:10:52: Also was haben die anders gemacht als die Lehrer, mit denen du jetzt gar nicht konntest?

00:10:57: Also die sind dann sage ich mal auf meine Ausrasta oder auf meine... sage ich jetzt mal Aktionen, die ich gemacht habe halt drauf eingegangen, haben halt hinterfragt Warum?

00:11:06: Weshalb wieso?

00:11:07: Meine Kinder tun ja nichts ohne Grund.

00:11:10: Es hat ja schon immer ein Grund Auch wenn man den vielleicht erstmal nicht versteht und den Zusammenhang nicht sieht, aber sie sind dann darauf eingegangen.

00:11:19: Dann konnte ich mit denen darüber reden.

00:11:21: Und auch wenn ich mal während des Unterrichts auf einmal meine fünf Minuten hatte, dann haben die auch gesagt ja der hat gerade seine fünf Minuten ist jetzt gleich wieder vorbei und dann war der Unterricht halt wieder möglich.

00:11:38: Der Zwischengang war ja für dich jetzt eine Speckbohne.

00:11:41: Das ist total interessant, dass du Speck-Bohne sagst weil wir ja gestern schon mal gesprochen haben und du wusstest das ich auf dem Gericht hinaus will?

00:11:49: Und jetzt hast du es von ganz allein gesagt, das ist total cool!

00:11:52: Weil der nächste Gang verbindet uns ein bisschen und zwar ist das Desservé... ...und weißt Du noch als wir hier eine Veranstaltung hatten und dann haben wir einen Mango Kürbis Dessert gemacht Und ich hab das noch nie gemacht und du hast auch noch

00:12:07: nicht gemacht.

00:12:08: Es war super lecker und hat toll funktioniert, die Leute waren happy!

00:12:13: Das war ein sehr besonderer Moment für mich und ich werde es natürlich jetzt immer wieder machen weil's ganz toll ist.

00:12:20: Beim Sorbet ist so'n bisschen die Frage welcher Moment hat dein Leben verändert?

00:12:24: Welche Entscheidungen waren Wendepunkt und wann begann vielleicht auch ein neues Kapitel?

00:12:32: Also der Wendelpunkt wo schon mal entteilte sich... ... bei mir geändert hat, war wo ich gesagt habe... Ich bin nicht mehr für andere Menschen hauptsächlich verantwortlich.

00:12:42: Ich hab schnell die Verantwortung für andere menschen übernommen und es war halt erstmal auch schwer die dann abzulegen.

00:12:49: aber bis ich dann gesagt habe bis zum gewissen Punkt kann ich die Verantwortung tragen, aber ich bin halt auch nur ein Kind und da ging's mir dann erst mal auch ein Stück weit besser als vorher.

00:13:02: Und gab es irgendwelche Phasen?

00:13:04: Du hast ja eben einfach mega cool!

00:13:06: Also, lebensverändernd.

00:13:08: Du hast ja ... Ich mein du bist echt das goldene Beispiel oder?

00:13:11: Du hast tausendmal deine Lebenspläne umgeschmissen.

00:13:16: Hast ganz viele verschiedene Sachen gemacht von Sicherheitsbeamter bis hin zum Gerüstbauer dann über... Winzer Maler.

00:13:26: Nee aber das ist ja ich finde es schon was sehr besonderes weil ich weiß noch mit fünfzehn muss ich mich irgendwann entscheiden was willst du werden?

00:13:34: und ich war gar nicht bereit Wie soll ich mit fünfzehn wissen, was ich werden will?

00:13:39: Und das ist natürlich auch eine riesen Belastung familiär.

00:13:42: Weil die Eltern wollen unbedingt Sicherheit und wollen dass die Kinder endlich irgendwas gescheites lernen.

00:13:47: Und als Kind mit fünfzen weißt du überhaupt nicht, was du lernst oder selten es wird Kinder geben, die sagen, Ich wollte schon immer Feuerwehrmann werden aber Das normale Ding ist glaube ich mit Fünfzehn noch nicht so recht zu wissen.

00:14:01: Wenn ich dich heute wahrnehme, sehe ich da einen sehr strukturierten Aufmerksamen und guten Mitarbeiter aber vor allem auch Mensch.

00:14:10: Und das finde ich schon sehr, sehr spannend dass du da irgendwie mit drin bist.

00:14:14: Ja bei mir war es halt auch so... Ich bin halt zweimal einmal sitzen geblieben.

00:14:20: War ja dann erst mit der Schule fertig und da hieß es halt auf was wirst Du?

00:14:25: Was machst Du?

00:14:26: Und ich hatte selber keine Gedanken was ich werde oder machen soll, bis halt einfach der Gedanke kam.

00:14:35: Mein Vater, mein Stiefvater war ja einfach Maler, dann machst du halt das und dann wollte ich maler werden.

00:14:45: nur das hat dann leider nicht so geklappt.

00:14:47: zweieinhalb Jahre habe ich die Ausbildung gehabt Dann muss diese leider abbrechen durch einen starken Konflikt mit meinem Lehrer.

00:14:55: Das heißt so konflikte mit Autoritätsperson ist schon etwas was dich lange begleitet hat?

00:15:01: Ja.

00:15:02: Woran glaubst du, liegt es?

00:15:03: Ähm...

00:15:07: ja also ich kam mit dem Lehrer so weit klar bis halt ein gewisser Satz gefallen ist und danach war halt Ende und er wollte nicht somit sich reden lassen und ich wollte nicht so mit mir reden lassen.

00:15:20: Also wir haben dann am Ende beide nichts mehr voneinander gehalten.

00:15:25: Okay und würdest du sagen dass das heute immer noch so ist Das Einsatz dich aus der Ruhe bringen kann Dass du sagst boah da geht gar nicht mehr.

00:15:31: oder hast du inzwischen sozusagen Die Ruhe in dir gefunden, das kein Satz dieser Welt dich so rausschmeißt.

00:15:41: Es war halt ein sehr blöder Satz.

00:15:43: ich kann den Satz auch gerne wiederholen.

00:15:45: also da wurde gesagt und wenn du halt das Geld dafür nicht hast und am Bahnhof nach Geld kamen geht es mir egal Ich will mein Geld

00:15:56: Ja total verletzend wie etwas.

00:15:59: Da war ich siebzehn grad in der Lehre.

00:16:01: Und wenn wir jetzt kurz nochmal hierher switchen, also der Marco, der jetzt hier sitzt?

00:16:07: Weil das geht ja auch wieder tausenden Menschen dieser Welt oder Jugendlichen geht zu und wenn er das sagt dann mach'e ich aber das und es!

00:16:15: Oder wenn dieses Wort fällt... Ich kann mich noch an ein Wort erinnern was die Mama irgendwie durch den Treck zieht dann muss ich auf jeden Fall körperlich werden und so.

00:16:26: Und ich merke es aber bei ganz vielen Menschen, und eigentlich nehme ich dich schon auch so wahr, dass du inzwischen Abstand dazu hast.

00:16:34: zwischen diesem ist passiert was und ich muss etwas machen?

00:16:37: Ja also jetzt wenn man diesen Satz noch mal zu mir sagt da würde ich einfach nur sagen überlegen Sie sich was sie gerade gesagt haben und wenn er dann immer noch beide Aktionen bleibt dann würde ich den Raum verlassen und einfach nur gehen, aber dann wäre die Person trotzdem weiterhin bei mir unten durch.

00:16:52: Okay und wenn wir jetzt das Sorbet damit einbeziehen, was hat's in diesem Sorbet gebraucht?

00:16:58: Damit du jetzt da sitzt und sagst also ich hab die Ruhe weg.

00:17:01: Und ganz egal was da kommt, also ruhig weg mit.

00:17:04: Ich gehe aus dem Raum und werde nicht körperlich... Was hat es in diesem sorbet gebaucht?

00:17:08: Was für Techniken hast Du angewendet?

00:17:11: oder was für Sachen hast Du aus einem Werkzeugkoffer geholt?

00:17:14: Damit Du jetzt inzwischen mit diesen Dingen so klar kommst?

00:17:20: Also ich könnte halt Dieses Werkzeug könnte man einfach Impulskontrolle nennen.

00:17:26: Das war halt, ich habe gelernt die Impulse, die dann halt schnell hochkochen, sag' ich jetzt mal zu kontrollieren.

00:17:32: Jetzt halt nicht immer Puls nachzugehen sondern zu merken.

00:17:34: ey wenn du jetzt so reagierst das ist ja auch falsch.

00:17:37: also sollte man halt natürlich auch nicht reagieren weil... Ich hab den Tisch nach meinem Lehrer geworfen und das sollte man auch nicht tun!

00:17:48: Dann würde ich mal versuchen in des heutige Leben zu gucken.

00:17:52: Das wäre hier an dem Tisch der Hauptgang.

00:17:55: Was prägt denn dein Lieben heute?

00:17:57: Was macht dich total glücklich, was ist etwas, was dich immer noch vielleicht so ein bisschen zurückzieht?

00:18:04: Welche Dinge hast du gelernt?

00:18:07: Was schmeckt dir gut und wie würde die Hauptgang deines Lebens aussehen?

00:18:12: Also der Hauptgang meines Lebens das wäre halt noch das Ratatouille.

00:18:19: ja einfach halt durch viele Schichten die da drin sind.

00:18:25: Ich habe halt viel durchgemacht und das repräsentiert sage ich jetzt mal, dann so mein Leben am besten des Ratatouille.

00:18:33: Tröseln

00:18:33: wir das Ratatousille mal auf!

00:18:35: Also wie würdest du es zubereiten?

00:18:38: Und welches Gemüse ist welche Schicht deines Lebens?

00:18:43: Was machst Du mit dem?

00:18:44: Nimmst du es auf den Grill, prädst du's?

00:18:46: Machst du sie auf und dämpfst du was.

00:18:48: Also für die Tomatensauce erstmal selber nehme ich Tomaten und Paprika und flambier die das dir halt gut Farbe und so mal weich sind und dann kratze ich das angebrannte einfach mal weg.

00:19:00: aber dass noch gute Aromen da sind püriere die mir mit Zwiebeln Knoblauch zu einer schönen Soße.

00:19:07: und dann nehme ich mir Tomate, Aubergine, Zucchini Und einfach nochmal zwiebeln und schneide die in Ringe runter.

00:19:21: Schichte die hochkant in eine Auflaufform, als Schnecke übergießt das am Ende mit der Tomatensauce, die noch übrig ist.

00:19:29: Und schmeiß Käse drüber zum Überbacken, weil mit Käse ist alles besser.

00:19:33: Was ist denn Käse?

00:19:35: wenn du jetzt mein Gefühl verkulleln könntest?

00:19:38: Was für ein Gefühl machtes Leben immer

00:19:39: besser?!

00:19:40: weil du hast natürlich recht, wenn man mit Käse überbackt schmeckt es eigentlich immer.

00:19:44: Man kann nicht viel falsch machen beziehungsweise man kann alles retten.

00:19:47: aber was ist das denn für dich?

00:19:50: Für ein Gefühl was dieser Käse isst?

00:19:55: der Käse ist das wie soll ich sagen also die perfekt also einfach die Perfektion dahinter.

00:20:07: das

00:20:08: würdest du sagen dass Perfekzion des die Zutat deines Lebens ist die dich immer leckerer macht.

00:20:14: Nee, wenn das so klingt dann ist es falsch.

00:20:16: Okay was?

00:20:18: Also keine Ahnung bei mir wenn ich mir jetzt vorstelle was macht alles im Leben besser und wo kriege ich vielleicht auch den gewissen Abstanddienst manchmal braucht denn ist es bei mir glaube ich wirklich die Stille zu oder die Natur?

00:20:34: also wenn ich natur denke dass jetzt auch kein Gefühl sondern das ist irgendwie etwas was mich ganz ganz arg mit zu einer inneren Ruhe und zur Friedenheit erfüllt.

00:20:47: Also wäre wahrscheinlich Ruhe für mich der Käse, weil ich weiß wenn ich in Ruhe bin komme ich der Wahrheit wieder näher so.

00:20:55: Und genau was glaubst du ist es bei dir?

00:21:05: Der Käse wär bei mir eher die Action im meinem Leben.

00:21:13: Ich weiß nicht, wie ich das jetzt so beschreiben soll.

00:21:21: Weil als Gefühl in Käse jetzt als Gefühl zu beschreiben finde ich gerade ein bisschen schwierig weil das Gefühl sein halt auch den Käse repräsentieren und ich find's grad schwierig.

00:21:38: Du hast gestern was gesagt, was ich glaube was dahin passt?

00:21:41: Und es ist Harmonie.

00:21:42: Harmonie ja genau!

00:21:44: Ich glaub dass Harmonie da in Käses ist.

00:21:48: Du in Harmonie bist, dann schmeckt alles besser.

00:21:52: Also du schmeckst besser die Umgebung schmeckt besser und auch die zwischenmenschigen Themen schmecken besser glaube ich oder?

00:21:59: Ja ja also ich mag es ja auch total wenn's harmonisch ist.

00:22:02: Ich bin ja kein Mensch von Konflikten.

00:22:05: Klar gibt es Konflikte so die kann man ausdiskutieren aber danach sollte es wieder vergessen sein.

00:22:11: Jeder Mensch macht Fehler.

00:22:12: Es kommt keine Drähte aus unseren Ardern definitiv nicht

00:22:17: Ratatouille ist es ja so, also du nimmst ja verschiedene Gemüse und kannst dann nochmal reingehen irgendwie.

00:22:22: Was ist denn die Zucchini?

00:22:24: oder was ist der Paprika?

00:22:25: Oder was ist die Aubergine und was ist das Feuer?

00:22:28: Also welche Verhaltensmuster oder vielleicht auch welche Dinge machen denn dein Gericht heute?

00:22:35: zu dem Gericht wo du sagst und dafür stehe ich mit allen Umwegen und mit allen wunderbaren Sachen dieser Welt habe ich diesen Teller jetzt aber voller Stolz präsentiert, weil er schmeckt.

00:22:46: Und mit Harmonie sogar noch besser!

00:22:48: Und das ist der Käse?

00:22:49: Also... Das Feuer in dem Ratatouille steht halt für die schlechten Sachen, die ich im Leben durchgemacht hab, aber die ja trotzdem halt auch die Sachen formen.

00:23:03: Weil sag' ich mal auch wenn es jetzt schwierig war, durch dieses Feuer zu gehen hat's Sag ich jetzt mal, die Tomate oder die Paprika macht es im Geschmack ja besser.

00:23:13: Und deswegen steht das Feuer für die Sachen, die man durchgemacht hat und die Tomates steht... Das ist echt schwierig!

00:23:36: Fangen wir einfach mit der Zucchini an.

00:23:38: Die Zucchine ist sehr grün, steht gerne für Glück Deswegen eigentlich für das Glück im Leben.

00:23:47: Zurini ist ja auch so gesehen, in der sich die kleinste Gemüse von ... Das

00:23:55: kommt drauf an, wenn man sie erntet?

00:23:57: Ja!

00:23:57: Ich kenne bei manchen Landwirten, wenn dann die Zurinni da auf dem Feld lange liegt, dann ist die manchmal ... Keine Ahnung, ich habe es sowas nicht gesehen, das ist Wahnsinn... Und ganz, ganz riesig.

00:24:07: Aber ich verstehe, worauf du hinauswirst.

00:24:09: natürlich ist es so.

00:24:10: Ja, ich hatte auch schon eine Obergine die ein alter Arbeitskollege vom Gerüstbaum mitgebracht hat.

00:24:14: Die war dicker als mein Oberschenkel.

00:24:16: Wo ich mir auch gedacht habe das ist niemals ne Obergina aber es war eine.

00:24:22: Aber die Obergini steht dann einfach... Sie hat ja auch einen sehr eigenwilligen Geschmack.

00:24:28: Ja sie mag auch nicht jeder oder?

00:24:29: Genau und deshalb

00:24:32: hab' ich halt oft erlebt.

00:24:33: also sag' ich jetzt mal Menschen die jetzt nicht gesagt haben, ich komme Marco Solala klar.

00:24:41: So entweder kommt man mit mir klar oder man kommt halt nicht mit mir klart.

00:24:44: das ist genauso wie mit der Obergine entweder mag man sie oder man mag sie halt nicht.

00:24:50: und dann würde ich aber auch noch eine Zwiebel rein tun die ja so gar nicht damit reinkommt.

00:24:56: aber die würde ich mit da reinschichten weil zwiebel einfach für viel Schichtigkeit steht weil Zwiebe hat viele schichten Die habe ich ja auch viele Schichten und dadurch finde ich die gut, dass sie da reinpasst.

00:25:10: Das Wiebel erinnert mich immer daran, dass wir wieder alles ablegen sollten.

00:25:14: also im Senden sagt man sozusagen alle schichten ablegen und dann kommst du zu der Wirklichkeit zurück und das beschreib es ist ja ein bisschen das oder?

00:25:27: Das sind alle Schichten, die uns begleitet haben oder die wir das Leben lang mitgeschleppt haben.

00:25:35: Und umso mehr wie sie wieder ablegen können, um so spannender wird es uns neu zu entdecken finde ich immer.

00:25:42: Ja aber auch die Schichten repräsentieren ja auch ein für das was man durchgemacht hat.

00:25:51: Auf jeden Fall!

00:25:52: Dann haben wir noch die Tomate und die Tomaten steht für den Zusammenhalt weil eine Tomate ist ja Das mache ich jetzt mal rund.

00:26:03: Und wenn die hier entschneidest, ist ja drin der weiche Kern und es ist aber halt umwandelt und das soll für den Zusammenhalt stehen.

00:26:09: Brauchstark!

00:26:10: Ja krass!

00:26:13: Wenn wir ein Stuhl weiter rutschen und das Rattatouille Gemüse hinter uns lassen mit allen seinen Schichten und allen Lebenserfahrungen dann geht's ja schon auch ein bisschen darum welche Gäste wollen wir einladen?

00:26:27: Was macht unseren Tisch?

00:26:29: Denn zu unserem Tisch?

00:26:30: und gar nicht du wirst eingeladen an diesem Tisch, sondern du bist der Gastgeber am Tisch.

00:26:37: Welche Menschen oder welche Begegnung oder welche Gefühle... ...oder auch welcher Geschmack muss dort auf jeden Fall hin?

00:26:44: Und wo steht der Tisch auch?

00:26:45: Ich finde das total spannend weil wir reden immer von dem Tisch aber der Tisch darf überall hin, wo du willst!

00:26:49: Er kann auf einer Achterbahn, er kann in den Wald,... ...er kann ins Freibad, er kan auf den Vulkan, er can nach Norwegen.

00:26:56: es ist völlig egal, du darfst ganz frei.

00:26:59: Also

00:27:00: bei mir würde er jetzt im Wald stehen, aber hinter einem also vor einem Wasserfall sage ich jetzt mal und Lagerfeuer dabei.

00:27:10: So ein kleines Holzsötchen dabei so was wo man halt wirklich Ruhe genießen

00:27:15: kann.

00:27:15: Das hört sich gut an!

00:27:17: Und welche Menschen?

00:27:18: Welche Gefühle müssen auf jeden Fall Platz finden?

00:27:21: Also fangen wir mit dem Menschen an.

00:27:26: Oh es sind... also es kommen die Menschen mich geprägt haben, die mir was beigebracht haben und halt die ein bisschen Bedeutung in meinem Leben hatten.

00:27:36: Die dürfen alle natürlich also sollen alle Daten Platz nehmen.

00:27:40: Ja.

00:27:42: Je älter wir werden das zu öfter merken will ja auch dass das wir aus Gegensätzen entstehen.

00:27:48: und das was du beschreibst mit diesen verschiedenen Schichten mit den Tomaten aber auch mit der Bohne oder den Wilderbären was für Gegensätze sind in dir, was für gegensätze hast du kennengelernt?

00:28:00: und mit welchen gegensätzen musst du denn vielleicht auch durchs Leben gehen oder darfst durchs leben gehen.

00:28:07: Genau das finde ich super spannend weil wir ja ganz oft meinen schwarz-oder weiß.

00:28:11: aber es gibt natürlich tausende grautöne und die sind auch mal dunkelgrau mal hellgrau und ich glaube dass ist sowieso ein riesen thema gegen setze in sich aber auch in anderen irgendwie Ja, zu akzeptieren und trotzdem den Menschen nicht wegzuschmeißen.

00:28:32: Verstehst du ein bisschen was ich mein?

00:28:34: Also nur weil du jetzt gestern die Tür zu knallst und total wütend bist aber dann am nächsten Tag mehr erzählst es eigentlich total harmoniebedürftig ist kann ja beides wirklich sein.

00:28:43: so Und da finde ich spannend Nicht nur bei dir Aber auch bei dir welche Gegensätze sind's denn Die in dir leben und wohnen?

00:28:51: stell dir einfach einen Garten vor verschiedene Gemüse sorten.

00:28:54: Manche können miteinander, manche können nicht miteinander... Manche tun sich auch total befruchten.

00:28:59: also ich weiß noch früher beim Basketball wenn ich wirklich wütend war habe ich am besten getroffen weil ich die Wut irgendwie so kanalisieren konnte dass ich das in der Power umgemünzt hab.

00:29:11: Klappt nicht überall.

00:29:12: da war es so und jetzt genau geht er mal rein.

00:29:16: Ja ähm ja schwierig Entschuldigung.

00:29:28: Also ich habe ja sowas wie Sport oder sowas hab' ich echt nicht gemacht, weil... Ich wurde halt nicht gefragt aber ich bin jetzt auch nicht hingesagt.

00:29:37: Ja, ich will jetzt Fußball spielen oder ähnliches.

00:29:42: Ich hab mich an den freien Tagen die ich hatte halt dann in die Konsolengesetz.

00:29:48: Aber du musst den Sport schmeißen weg sondern geh rein!

00:29:52: Wo in dir gibt's Gegensätze?

00:29:54: Was für Gegensatze leben in

00:29:55: dir?!

00:29:57: Was für Dinge meinst du an dem einen Tag, wie richtig Sie sind und am nächsten merkst du, hey ich halte mich gar nicht dran?

00:30:05: Zum Beispiel dass ich nicht gut genug bin sag' ich jetzt mal.

00:30:09: Weil es gibt manche Tage wo ich mir sage Ich bin nicht gut genug oder Es war nicht gut Genug das was ich getan hab Und dann betrachte ich das ein zwei tage nochmal so später sag' achja war ja doch ganz schön viel was ich gemacht habe Oder war ja auch noch gut genug?

00:30:24: Die Zweifel sind halt oft all die Gegensätze.

00:30:27: Also selbst Zweifel und was wäre das andere Wort?

00:30:32: Selbstzweifel.

00:30:33: Und...

00:30:35: Selbstvertrauen vielleicht?

00:30:37: Ja, selbstvertrauen ja.

00:30:39: Gibt es noch irgendwas wo du sagst?

00:30:41: Da bin ich gegensätzlich unterwegs oder das Gemüse in diesem Karten ist?

00:30:46: dieses Unkraut macht mich bis heute irgendwie fassungslos und es wächst immer wieder und ich krieg's nicht rausgerissen oder es wäxt immer wieder nach weil so tief sitzt.

00:30:56: Hauptsicht die Selbstzweifel.

00:30:57: Das ist mein Unkraut, also eher gesagt nicht unkraut das mein Efeu.

00:31:06: Wenn du sagst das ist das was dich sozusagen am meisten beschränkt immer noch im Erwachsenenalter ist es aber weniger als früher.

00:31:14: Also wenn wir jetzt nochmal diesen Tisch entlang gehen Als Kind war's schlimmer als jetzt?

00:31:19: Ja als Kind war es wesentlich schlimmer Als Kind, da wusste ich halt noch nicht was ich halt irgendwann mal vielleicht können würde.

00:31:27: Hätte ich das jetzt als Kind schon gewusst?

00:31:29: Na weil ich, hey du brauch mir keinen Gedanken zu machen es wird besser!

00:31:34: Cool dann machen wir jetzt noch einen kleinen Käsegang.

00:31:38: Ich stelle dir immer zwei gegensätzliche Frage oder sagt ihr zwei gegenseitliche Worte und du musst dich für eins entscheiden okay?

00:31:43: Okay

00:31:44: Freiheit oder Sicherheit?

00:31:46: Freiheit

00:31:47: Ruhe oder Chaos?

00:31:49: Ruhe

00:31:50: Neee oder Distanz?

00:31:52: Nie

00:31:53: Stärke oder Verletzlichkeit?

00:31:54: Stärke.

00:31:56: Welche Seite zeigst du der Welt?

00:32:05: Von dem, was ich jetzt gesagt habe...

00:32:07: Das ist egal!

00:32:09: Also ich hoffe dass ich mich von der starken Seite und von der Zeige...

00:32:14: Nicht hoffen!

00:32:15: Was denkst Du so?

00:32:17: Oder was fühlst Du?

00:32:22: Boah!

00:32:24: Aber starke, also du steigst ja klar Mann!

00:32:28: Also du zeigest dich schon immer von der sterben Seite Und welche kennen nur wenige?

00:32:33: Also, welche Seite von dir.

00:32:37: Die nahe Seite.

00:32:39: Die Naheseite also dich zu öffnen?

00:32:41: Ja.

00:32:43: Haben diese Gegensätze Frieden geschlossen?

00:32:45: Also zum Beispiel die, die du beschrieben hast mit eigentlich habe ich Tage da denke ich echt gar nicht genug und irgendwie bin ich nichts nutz um das mal ganz krass auszuformulieren.

00:32:59: oder gibt es da sozusagen eine Nähe die sich schon ... balanciert und relativ schnell rauskommst.

00:33:06: Das hast du aber eigentlich schon erklärt, oder?

00:33:07: Das ist besser geworden seitdem du größer bist.

00:33:10: Könntest du Jugendlichen auch was mitgeben da?

00:33:14: Ich meine das Problem, was du hast dann glaube ich alle... Jeder kennt es!

00:33:18: Du kennst nochmal auf eine andere...

00:33:20: Ja also was ich den... Also Selbstzweifel ist halt der schlimmste was man sich selbst antun kann weil jeder Mensch ist auf seine eigene Art perfekt und das sollte man halt nie vergessen.

00:33:36: Ja, jeder ist auf seine eigene Art perfekt.

00:33:41: Dann haben wir den Quesi Gang.

00:33:42: der Quesigang da geht es ein bisschen um deinen Mentor also Queses ja... Also ich weiß, isst du gerne Quese?

00:33:49: Ah super!

00:33:49: Weil ja okay immer wenn ich Quesy Kiste bestelle dann geht mein Herz auf und Quesie finde ich das kann ja total was Reifes sein Und was gar nicht lang gereift ist, kann was total würziges sein und was ganz mildes in Anführungsstrichen.

00:34:05: Und mich würde mal interessieren wer war denn die würzige Lehrer deines Lebens oder die lang gereiften, die dich auch reifen lassen haben?

00:34:16: Können Menschen sein können Tiere sein, kann die Natur sein, Kann Musiktitel sein es können Freunde und Bekannte sein.

00:34:24: Was mir viel zum Reifen oder auch zum Nachdenken gebracht das war die Zeit mit meinen Tieren zu verbringen.

00:34:31: Da war ich dann halt irgendwie für mich und konnte halt gewisse Antworten finden.

00:34:37: Also ich kann das auch nicht erklären.

00:34:39: so man hat halt das Tier am Schoß, man streichelt es und die Gedanken fliegen halt rum und dann geht's doch mal wie ein Lichtschalter geht zack!

00:34:48: Und dann hat man die Antwort.

00:34:50: Das ist sehr faszinierend.

00:34:52: also Tieren können viel von einem eher heilen als als andere Menschen finde ich jetzt, also so habe es ich erfahren.

00:35:01: Also ich wurde mehr von Tieren gehalten als vom Menschen.

00:35:06: Wow!

00:35:10: Ich kenne mehrere Menschen die das sagen und ich finde das immer so traurig.

00:35:14: Es ist natürlich total wahr und ich weiß auch dass ihr's mit jeder Zelle eures Körpers so meint.

00:35:20: Ganz viele Menschen sagen ja auch Tiere sind viel besser als Menschen weil sie einfach Tiere sind.

00:35:25: Tiere sind ehrlich?

00:35:27: Ja Ja, genau.

00:35:29: Das ist immer der Satz, der dann kommt.

00:35:33: und trotzdem glaube ich das wenn wir Menschen ganz offen sind und diese Offenheit die du vorher beschrieben hast so zeigst du dich nicht vielen Ich... Und es glaube ich nicht sondern ich weiß dass sich dann Sachen öffnen die natürlich zwischen Menschen eine andere Öffnung machen als Zwischen Tier- und Mensch.

00:35:53: ohne Tierbeziehung klein zu reden.

00:35:55: Es ist wunderbar!

00:35:59: Ja, oder ich wünsche mir für jeden der das sagt dass irgendwann das Herz doch aufgeht und diesen Moment schmecken wenn zwei Menschen so ganz... Ich sage immer nackt sind.

00:36:10: Aber du weißt es war einfach so ganz ohne Masken.

00:36:14: Ohne.

00:36:15: ich bin bla bla bla.

00:36:17: Ja finde ich eine der wunderschönsten Dinge auf dieser ganzen Welt.

00:36:22: Am Schluss bleibt das Dessert?

00:36:24: Ist Du gerne Desser?

00:36:29: Aber das Dessert von mir, das wäre ganz einfach.

00:36:35: Ein Schokopudding!

00:36:37: Wie machst du denn ein Schokopodding?

00:36:38: Ein

00:36:40: Schoko-Pudding halt mit Milch und Schokolapulver...

00:36:44: Ah okay zum Anrühren?

00:36:46: Ja ja alles klar.

00:36:48: Okay und wo steht der Desserteisch bei dir immer noch im Wald oder...?

00:36:57: Das ist halt eine große Tafel, da steht alles drauf.

00:37:00: Ist derselbe Tisch!

00:37:01: Und der bleibt auch am selben Ort?

00:37:02: Der bleibt

00:37:03: am selten Ort.

00:37:04: Spannend okay.

00:37:05: Das heißt dein Tisch verändert nicht die Umgebung trotz dass es jetzt sehr ist.

00:37:13: Dann ist das ja so, dass du dich jetzt gerade eigentlich schon auch nicht so unwohl fühlst oder?

00:37:19: Ja wow.

00:37:20: Das ist schön wenn man das sagen kann.

00:37:22: Das war krass.

00:37:23: Ja toll Wenn du dann diesen Tisch anschaust, der ja jetzt immer noch im Wald steht am Wasser fallen und alle Teller sind leer gegessen von der Speckbohne über das Ratatouille Bildetbeere.

00:37:41: Das Sorbi da sind wir gar nicht.

00:37:43: aber wie können ihr das Mango-Equibis Sorbi lassen?

00:37:50: Was wünscht du dir denn was dann noch bleibt oder was von dir bleiben soll Was du der Welt vielleicht auch hinterlassen willst und welcher Geschmack ist es?

00:38:04: Was ich der Welt hinterlassen will, ist... Gehen wir zum Geschmacks.

00:38:13: Also geschmackt, der von mir hinter... also bleiben soll, ist halt... Womit könnte ich das machen?

00:38:23: mit einer Passionsfrucht?

00:38:27: Oh krass!

00:38:28: Das ist zu lecker

00:38:29: oder?!

00:38:30: Ja, aber eine Passionsfurchte, das ist ja auch.

00:38:34: man erwischt mal ne gute Und man erwischt mal eine schlechte.

00:38:38: Also man erwischte eine, die ja wirklich lecker ist und das würde ich nehmen.

00:38:42: dieser Geschmack weil... Mal hast du es gut, mal hast du's schlecht, mal so Mitteldingen.

00:38:47: Also was Gutes hinterlassen?

00:38:49: Ja am Schluss ist es so was richtig gutes

00:38:50: hinterlassen.

00:38:51: Aber trotz allem ist es auch ne Passionsfrucht.

00:38:53: auch wenn jemand nicht so gut schmeckt ist es etwas Gutes.

00:38:55: Es sind Vitamine, es ist alles.

00:38:59: Glaubst Du denn des Menschen die von uns gehen was hinterlassen?

00:39:02: also denkst Du das?

00:39:04: Jeder hinterlässt irgendwo etwas, ob es jetzt ein Satz war dem man in einem Kopf also einer Person gesagt hat die sie niemals vergisst.

00:39:12: Ob es eine Tat ist, die niemals vergessen würde?

00:39:15: Also ich kann eigentlich nur sagen einen Mensch stirbt erst dann wenn man ihn vergisst.

00:39:22: Erst dann ist sein Mensch tot.

00:39:23: vorher gar nicht

00:39:26: Spannende Sicht.

00:39:29: Wenn wir jetzt aufstehen, wir gehen einigen einige Schritte zurück und schauen auf den ganzen Tisch.

00:39:36: Auf die Vorspeise, die Soppe, den Zwischengang, das Sorbet, den Hauptgang, die Menschen, die Gegensätze, die Lektion, die Geschichten... Alles ist abgeräumt außer einer Sache!

00:39:48: Du als kleines Kind sitzt an diesem Tisch Und du als Erwachsener kommst an diesen Tisch.

00:39:54: Was würdest du ihm sagen?

00:39:59: Es wird also.

00:39:59: ich würde mir auf die Schulter klopfen und sagen es wird alles besser.

00:40:05: Wir sind heute gemeinsam den langen Tisch des Lebens entlanggegangen.

00:40:08: Wir haben auf die Teller geschaut, auf die Menschen, auf Wunden und Freude auf die Wendepunkte und auf das was geblieben ist.

00:40:16: Danke dass du dich an diesem Tisch gesetzt hast.

00:40:19: Das Essen ist gegessen Die Teller sind leer Doch die Geschichte bleibt.

00:40:23: Ich bin der Pilgerkoch.

00:40:25: Bis wir uns alle wiedersehen freue ich mich.

00:40:28: Danke Marco

00:40:29: Gerne.

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